backen


backen
backen Vst. std. (9. Jh., brōtbeckila "Brotbäckerin" 8. Jh.), mhd. backen, ahd. backan, bahhan Stammwort. Aus g. * bak-a- (mit vermutlich sekundärer Nebenform * bakk-a-) "backen", auch in ae. bacan, sonst in Ableitungen (anord. baka Vsw. "braten, backen, kneten"; as. gibák "Gebäck" oder "gebacken"). Mit abweichendem Vokalismus vergleichbar ist gr. phṓgō "ich röste, brate", das auch n-Präsentien aufweist, die die germanische Geminate erklären könnten. Vielleicht hierher auch l. focus "Feuerstätte, Herd" (mit abweichendem Auslaut). Vermutlich gehören diese Wörter mit unregelmäßigem Ausfall von r nach Labial zu einer lautmalenden Sippe (ig.) * bhrəg-/ * bhṛ(ə)g- in ai. bhṛjjáti "röstet" (ebenfalls mit Geminate), wozu apreuß. aubirgo "Garkoch" und l. fertum, al. ferctum "Opferkuchen"; mit i und u "verstärkt" in l. frīgēre "rösten, dörren" und gr. phrýgō "ich röste, dörre, brate". Lautmalereien dieser Art sind auch brutzeln, prasseln u.ä. Ein solcher Ansatz würde auch die Geminate leichter erklären. Nomen agentis: Bäcker; Kollektivum: Gebäck.
   Ebenso nndl. bakken, ne. bake, nschw. baka, nisl. baka; altbacken, Backfisch, Backstein, Batzen, Beck, hausbacken.
Seebold (1970), 87f.;
RGA 1 (1973), 573-576;
Lloyd/Springer 1 (1988), 419-421;
Braun, W. in Dückert (1976), 55-119 (zum Nomen agentis Bäcker);
LM 1 (1980), 1325-1327;
Röhrich 1 (1991), 127. indogermanisch iz.

Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache. 2013.

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